Ende 2006 stellte die Bundestagsfraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN an die Bundesregierung eine Anfrage, in der die Transparenz der Impfstoffsicherheit in Deutschland kritisch hinterfragt wurde.

Hier finden Sie eine Stellungnahme unsererseits zu der nach unserer Lesart unbefriedigenden offiziellen Antwort der Bundesregierung.

Die Firma Sanofi MSD hatte Ende 2012 angekündigt, dass der Masern-Einzelimpfstoff in Deutschland nicht mehr auf dem Markt erscheinen wird, und mehr noch: dass im selben Atemzug auch die Röteln-Einzelimpfung eingestellt wird. Da diese beiden Entscheidungen die Möglichkeiten einer intelligenten, differenzierten und individuellen Impfentscheidung maßgeblich einschränken, hat unser Verein sowohl eine Pressemitteilung zu diesem Thema herausgegeben, als auch einen Brief an den Vorsitzenden der STIKO (Dr. Jan Leidel) geschrieben. Beides finden Sie weiter unten im Wortlaut.

Inzwischen hat die Importfirma EurimPharm auf unsere Initiative hin die Zulassung für den französischen Einzelimpfstoff in Deutschland beantragt. Sie wurde im März 2013 erteilt. Der neu zugelassene Impfstoff ist identisch mit dem früheren Einzelimpfstoff "Masern Impfstoff Mérieux" und trägt auch wieder diesen Namen. Da die Nachfrage sehr groß ist, kann es  nach Auskunft des Importeurs gelegentlich Lieferengpässe geben. Zur Überbrückung solcher Engpässe kann man auch (mit einem ärztlichen Rezept) den französischen Impfstoff Rouvax (Firma Sanofi), der in Deutschland jedoch nicht zugelassen ist, über eine Apotheke importieren lassen.

Die in Deutschland empfohlenen Schutzimpfungen werden seit langer Zeit von allen beteiligten Seiten in hohem Maße emotional und polarisierend diskutiert. Dies macht eine differenzierte, sach- und erkenntnisorientierte Auseinandersetzung mit diesem Thema nahezu unmöglich. Die Diskussion gipfelte in den Beschlüssen des letzten Deutschen Ärztetages, die den Eltern die Entscheidungsfreiheit über Schutzimpfungen nehmen und Ärztinnen und Ärzten die differenzierte Impfaufklärung verbieten wollen: Impfpflicht und  das Verbot impfkritischer Äußerungen ärztlicherseits waren zentrale Forderungen des Ärztetages an die Politik.