Die französischen Gesundheitsbehörden haben mit sofortiger Wirkung die erst 2013 ausgesprochene Empfehlung zur Rotavirus-Impfung für alle Säuglinge aufgehoben. Grund dafür sind unter anderem 2 Todesfälle bei Säuglingen, die in ursächlichem Zusammenhang mit der Impfung stehen sollen.

Die STIKO empfiehlt die Schluckimpfung gegen Rotaviren für alle Säuglinge. Sie bleibt damit ihrer Marschroute treu, alle neu zugelassenen Impfstoffe letztlich auch zu empfehlen und zum „medizinischen Standard“ zu erklären.

Ähnlich wie bei den Windpocken geht es auch hier um die Bekämpfung einer Krankheit, die keine relevante Sterblichkeit hat und zu keinen bleibenden Schäden führt.

Ähnlich wie bei anderen Impfempfehlungen der letzten Jahre spielt auch hier die Wirtschaftlichkeit keine Rolle: Die Kosten der Impfung betragen bei der „Durchimpfung“ eines kompletten Jahrgangs fast 100 Millionen Euro – etwa das Doppelte der dadurch möglicherweise eingesparten Behandlungskosten.