Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) für alle Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren.

Im Folgenden finden Sie einer Übersicht über Wissen und Nichtwissen zu dieser Impfung, Stand März 2015.

 

Die HPV-Infektion

Das Humane Papilloma-Virus (HPV) ist verantwortlich für die häufigste sexuell übertragbare Infektion. Diese verläuft in der Regel symptomlos und ist im Grunde ein normaler Begleiter menschlichen Sexuallebens.  HPV-Infektionen klingen in über 90 Prozent der Fälle innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder ab. Je jünger die Frau bei der Erstinfektion ist, umso wahrscheinlicher ist diese natürliche Ausheilung. 

Es gibt mehr als hundert verschiedene Typen des HP-Virus. Etwa 40 können den weiblichen Genitaltrakt befallen. Manche verursachen beispielsweise gutartige Warzen an den äußeren Genitalien. Ein Teil der HPV – derzeit spricht man von 19 bis 25 HPV-Typen – werden mit der Entstehung von Zellveränderungen (Dysplasien) und Krebs (Zervixkarzinom) am Gebärmutterhals und auch mit seltenen Krebserkrankungen an Vulva, Vagina, After oder Penis in Verbindung gebracht – man bezeichnet sie als »Hochrisiko-HPV«. Hochrisiko-HPV findet sich bei 33 Prozent der 20 - 24jährigen, bei 25 Prozent der 25-29jährigen und nur noch bei 5 - 6 Prozent der über 30jährigen Frauen (Deleré 2013, AMWF 2013, Petry 2014). Bei Gebärmutterhalskrebs lässt sich in über 99 Prozent der Gewebeproben Erbmaterial von HPV nachweisen, so dass eine ursächliche Beziehung naheliegt  (zur Hausen 1996). Es gibt jedoch auch Gebärmutterkrebs ohne HPV.

Begünstigt durch verschiedene Faktoren, vor allem durch Rauchen und die »Pille«, kann die HPV-Infektion chronisch werden, »persistieren«. Antiraucherkampagnen sind daher eine effektive Maßnahme gegen chronische HPV-Infektionen. Ein erhöhtes Risiko bringt ungeschützter Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Sexualpartnern mit sich. Kondome können bei konsequenter Anwendung Infektionen mit Hochrisiko-HPV verhüten (Winer 2006). Die Zunahme des Kondomgebrauchs wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu einer weltweiten Abnahme des Gebärmutterhalskrebses führen.

Im Verlauf einer chronischen HPV-Infektion können sich Zellveränderungen (»Dysplasien«) unterschiedlichen Schweregrades auf der Genitalhaut entwickeln: »Cervical intraepithelial neoplasia« (»CIN«) Grad 1 - 3. Es gibt jedoch vor allem bei CIN 1 oder CIN 2 eine hohe Spontanheilungsrate. Bei etwa 10 Prozent der chronisch Infizierten schreiten die Veränderungen innerhalb von acht Jahren zu hochgradigen Dysplasien (CIN 3) fort, die als Vorstufe von Krebs angesehen werden. Auch diese Veränderungen können sich wieder zurückbilden. Durchschnittlich liegen noch einmal acht bis zwölf Jahre zwischen einer CIN 3 und einer Krebserkrankung. Nur eine von 400 Frauen mit einer chronischen HPV-Infektion erkrankt schließlich an Gebärmutterhalskrebs.

Der Gebärmutterhalskrebs ist in Mitteleuropa die zwölfhäufigste Krebserkrankung bei Frauen aller Altersgruppen. Bei Frauen bis zum 45. Lebensjahr ist er der zweithäufigste bösartige Tumor, macht jedoch insgesamt nur zwei Prozent aller Krebserkrankungen bei Frauen aller Altersgruppen aus. Der Häufigkeitsgipfel liegt in der Altersgruppe von 35 bis 55 Jahren. Im Jahr 2010 erkrankten in Deutschland 4660 Frauen an Zervixkarzinom, bei jeder dritten (1500 Fälle) war es die Todesursache.

Seit Einführung der Früherkennungsuntersuchung in den siebziger Jahren (»Pap-Test«) inclusive der anschließenden Behandlung von Krebsvorstufen sind die Erkrankungszahlen und Todesfälle in Deutschland um fast 80 Prozent zurückgegangen, mit immer noch anhaltendem Trend nach unten - und dies, obwohl bei uns nur die Hälfte aller Frauen an der empfohlenen Früherkennung im Jahresabstand teilnehmen. In Finnland sind die Früherkennungsuntersuchungen wesentlich besser organisiert und daher weit effektiver: Bei den Teilnehmerinnen sinkt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs um über 90 Prozent, trotz größerer Untersuchungsabstände.

Das Problem der Früherkennung mit dem PAP-Test sind falsch negative und falsch positive Befunde. Mit zusätzlichen Tests, etwa dem Test auf Hochrisiko-HPV, könnte man die diagnostische Sicherheit verbessern und die Untersuchungsintervalle vergrößern. Ratsam ist der HPV-Test allerdings nur bei Frauen ab 30 Jahren, da bei jüngeren Frauen HPV-Infektionen überwiegend spontan abheilen und das Wissen um die Infektion die Lebensqualität zu stark einschränken würde. Bei ihnen sollte man sich auf eine Untersuchung der Zellen beschränken. Falsch positive Befunde sind ein großes Problem und eine nicht zu unterschätzende »Nebenwirkung« jeder Krebsfrüherkennungsuntersuchung.

In Ländern ohne Krebsfrüherkennungsprogramm trägt der Gebärmutterhalskrebs erheblich zur Krebssterblichkeit bei. Weltweit erkranken jährlich eine halbe Million Frauen an diesem Krebs.

 

Die HPV-Impfung

Seit 2006 ist der HPV-Impfstoff Gardasil (Entwicklung: Merck & Co., europäischer Vertrieb: Sanofi Pasteur MSD) auf dem europäischen Markt, seit 2007 der Impfstoff Cervarix von GlaxoSmithKline. Beide Impfstoffe sind zugelassen für Frauen zwischen neun und 26 Jahren und für Jungen zwischen neun und fünfzehn Jahren. Im Zulassungsverfahren ist derzeit der neue Impfstoff Gardasil 9 von Sanofi, der gegen sieben Hochrisiko-HPV wirken soll.

Gardasil enthält gentechnologisch hergestelltes Hülleneiweiß von vier HPV-Typen: Typ 6, 11, 16 und 18. Die beiden letzteren wurden bisher für 70 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich gemacht, die Typen 6 und 11 für 90 Prozent aller Genitalwarzen. Hilfsstoffe sind Natriumborat, Polysorbat 80 und der noch wenig erprobte Wirkungsverstärker Aluminiumhydroxyphosphat-Sulfat. Cervarix richtet sich nur gegen die HPV-Typen 16 und 18. Er ist mit dem neuen aluminiumhaltigen Hilfsstoff (AS04) versehen, der die Wirkung im Vergleich zu Gardasil verstärken und verlängern soll.

Merck & Co und GlaxoSmithKline haben sich gegenseitig Kreuzlizenzen erteilt, die beiden Firmen die Nutzung der Patentrechte zur Impfstoffherstellung erlauben und Mitkonkurrenten ausschließt. Das Deutsche Krebsforschungszentrum ist Co-Patentinhaber und hat damit Teil an den Gewinnen aus dem Impfstoffverkauf. Interessenkonflikte sind also vorprogrammiert.

Die Erteilung der Zulassungen in den Jahren 2006 (Gardasil) und 2007 (Cervarix) war äußerst ungewöhnlich, denn bis dahin war keine Studie zum klinischen Nutzen abgeschlossen - ein glatter Verstoß gegen die europäische Grundrechtecharta. Kein Wunder allerdings, wenn man weiß, dass sich die europäische Zulassungsbehörde EMA ebenso wie die nationalen Zulassungsbehörden mit Geldern der Pharmahersteller finanziert. 

Gleich nach der Zulassung der Impfstoffe traten die Hersteller eine intensive Marketingkampagne los, um Druck auf die Öffentlichkeit und Impfkommissionen auszuüben. In Deutschland liefen Werbespots für HPV-Impfstoffe im Rundfunk und im Privatfernsehen. Sanofi unterstützte die vom Grünen Kreuz lancierten Werbeaktionen mit zweistelligen Millionenbeträgen. Der Nobelpreisträger Harald zur Hausen, „Entdecker“ des HPV, warb offensiv in großformatigen Anzeigen der chemischen Industrie für die HPV-Impfung.

Die STIKO verkündigte im Frühjahr 2007 die Empfehlung zur HPV-Impfung für alle Mädchen quasi im Eilverfahren. Zunächst lag das Impfalter zwischen 12 und 17 Jahren, mit empfohlenen drei Impfdosen innerhalb eines Jahres.

Seit Herbst 2014 rät die STIKO zur Impfung im Alter von 9 bis 14 Jahren, mit zwei Impfdosen im Abstand von 6 Monaten. Die Impfung solle möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen werden. Bei Impfbeginn nach dem 16. Geburtstag seien zur Erreichung eines gleichwertigen Schutzes weiterhin drei Dosen notwendig nach dem Schema 0,  1-2,  6 Monate. Das Impfschema mit zwei Impfungen ist unter Fachleuten strittig, weil  es geringere Antikörperspiegel erzeugt als drei Impfungen (Kahn 2014).

Zunächst schien die Impfung wegen der Kostenübernahme durch die Krankenkassen und der gute Honorierung der Ärzte eine Erfolgstory zu werden. Nicht zuletzt durch die breite öffentliche Diskussion um Wirksamkeit und Nebenwirkungen hat sich die Euphorie allerdings rasch gelegt. 2013 lag die Impfrate in Deutschland unter 40 Prozent.

Beide HPV-Impfstoffe kosten in Deutschland derzeit (2014) 156 Euro. Die Grundimmunisierung mit zwei Spritzen in den Monaten 0 und 6 kostet demnach 312 Euro, mit drei Spritzen kommt sie auf 468 Euro. Den exorbitanten Preis kommentierte der ehemalige STIKO-Vorsitzende Schmitt mit der süffisanten Bemerkung, in Deutschland sei eben genug Geld vorhanden (AT 2007).

In Österreich ergab eine Kosten-Nutzenanalyse durch das Wiener Boltzmann-Institut für einen mittelfristigen Zeitraum keine Argumente für eine allgemeine Impfempfehlung: Bis 50 Jahre nach Beginn eines entsprechenden Impfprogramms sei bestenfalls eine Verringerung der Krebshäufigkeit von derzeit 6 auf rund 4 von 100 000 Fällen pro Jahr zu erwarten. Die Studienautorinnen stellten die Frage, ob das zu investierte Geld nicht anderswo sinnvoller angelegt werden könnte (Zechmeister 2009). Dennoch entschied der Oberste Sanitätsrat im August 2013, dass die Impfung nun auch Österreich vom staatlichen Gesundheitssystem bezahlt wird. Sowohl die Entscheidungsfindung, die wahrscheinlich von intensiver Lobbyarbeit begleitet war, als auch die für die Entscheidung angeführten Argumente wurden in der Öffentlichkeit heftig kritisiert und diskutiert (z.B. Zechmeister-Koss 2013). Seit 2014 geht der Oberste Sanitätsrat indes noch weiter und empfiehlt die zweimalige Impfung aller Mädchen und Buben (!) in der 4. Schulklasse bzw. zwischen 8. und 12. Geburtstag - die Verwirklichung des Traums der beiden Impfstoffhersteller.

In der Schweiz ist die Impfung seit 2008 für alle 11 – 26jährigen Mädchen und Frauen empfohlen und Leistung der Krankenpflegeversicherung.

In den USA ist die HPV-Impfung für 11-12jährige Mädchen und Buben empfohlen. Mädchen und Frauen, die die amerikanische Staatsbürgerschaft erwerben wollen, müssen eine HPV-Impfung nachweisen. Hauptargument für die Impfung der Buben ist die schlechte Akzeptanz der Impfung bei Mädchen. Man will nun auf diese Weise die Viruszirkulation und das Infektionsrisiko verringern.

 

Die Wirksamkeit der HPV-Impfung

An den beiden Studien zur Wirksamkeit von Gardasil nahmen knapp 21'000 Frauen im Alter von 16 bis 23 Jahren teil (Garland 2007, Future II 2007) Eine Hälfte wurde mit Gardasil geimpft, die andere Hälfte bekam ein aluminiumhaltiges Placebo. Die Wirksamkeit wurde beurteilt nach den Kriterien „hochgradige Dysplasien“ und Nachweis von HPV-Viren im Genitalbereich. Gardasil ist nach den Auswertungen zu 98 Prozent gegen die im Impfstoff enthaltenen Virustypen wirksam, unter der Voraussetzung, dass bis zur Impfung keine Infektion mit diesen Typen erfolgt war. Diese »100-prozentige Wirksamkeit« steht im Zentrum der Impfpromotion.

Bezieht man Infektionen und Zellveränderungen durch alle HPV-Typen in die Auswertung mit hinein, lässt der Impferfolg von Gardasil zu wünschen übrig. Die Auswertung der Zulassungsstudien nach vier Jahren Laufzeit zeigte einen Rückgang der Dysplasien CIN II und III um nur 17 Prozent in den ersten drei Jahren nach der Impfung (Future II 2007). In einem Leitartikel des New England Journal of Medicine wurde die Wirksamkeit der Impfung als »bescheiden« bezeichnet; ein Nutzen der Impfung für das Gesundheitswesen sei nur im allergünstigsten Fall (»most optimistic scenario«) zu erwarten (Sawaya 2007). Das Deutsche Ärzteblatt kommentiert, dass dies »viele Ärzte enttäuschen dürfte, die sich anhand der 98-prozentigen Effektivität gegen HPV-16/18-Infektionen sicher mehr versprochen haben«. Hinzu komme, dass der größte Anteil der Wirksamkeit auf leichte Zellveränderungen entfalle, die wegen der hohen Spontanheilungsquote nicht therapiebedürftig seien (DÄ 2007).

Auch die etwas später veröffentlichte Zulassungsstudie zum Konkurrenzimpfstoff Cervarix belegt scheinbar eine gute Wirkung: Dysplasien durch HPV 16 und 18 kamen bei geimpften Frauen um 90 Prozent seltener vor (Paavonen 2007). Daten zur Wirkung auf die Gesamtzahl von Dysplasien wurden vom Hersteller aber gleich gar nicht veröffentlicht – vermutlich waren sie es nicht wert.

Inzwischen gibt es schon einige Einschätzungen der Wirksamkeit nach der Vermarktung. Bei der Auswertung eines australischen Screening-Programms wurde 2014 die Effektivität der Impfung auf höhergradie Zelldysplasien mit 46 Prozent angegeben (Crowe 2014). Auch einige weitere Studien errechnen eine Wirksamkeit von 40 - 50 Prozent auf solche Dysplasien (Baldur-Felskov 2014, Pollock 2014, Hairi 2015). Inwieweit dadurch eine relevante Verhinderung von Krebs erzielt wird, ist unklar, denn die miteinberechneten CIN 2-Dysplasien sind keine sicheren Krebsvorstufen. Nach Zechmeister (2009) wäre der Impfeffekt selbst unter optimistischen Annahmen sehr begrenzt: Die Rate an Zervixkarzinomen würde in den nächsten 50 Jahren um lediglich 10 Prozent abnehmen.

Bei bereits mit HPV infizierten Frauen lässt sich generell keine Wirksamkeit mehr belegen. Daher empfehlen die Behörden die Impfung ausschließlich vor dem ersten Sexualkontakt.

Im August 2011 erschien in der Gardasil-Fachinformation erstmals ein Hinweis auf die die Wirksamkeit bei jungen Männern – wohl der Versuch, Impfempfehlungen für die männliche Bevölkerung durchzusetzen, wie sie nach den USA inzwischen auch Österreich verkündet hat. Die Analyse der Wirksamkeitsstudien zeigt, dass bei geimpften 16- bis 23jährigen Männern Warzen im Genital- und Analbereich in der Tat seltener vorkommen. Der Nachweis einer Verringerung von Penis- oder Analkrebs wurde jedoch nicht erbracht (AT 2011).

Eine klinische Wirksamkeitsstudie der Impfung bei Mädchen vor und während der Geschlechtsreife wurden bisher nicht durchgeführt – die Hersteller begnügen sich mit dem wenig aussagekräftigen Nachweis von Antikörpern im Blut der Jugendlichen in den Monaten nach der HPV-Impfung.

 

Ungeklärte Fragen zur Wirksamkeit und Nachhaltigkeit

Für die Behauptung »die HPV-Impfung verhütet Krebs« steht der wissenschaftliche Beweis bisher aus. »Ob, und wenn ja, in welchem Ausmaß sie schwere Zervixdysplasien, Karzinome und Todesfälle verhindert, wird erst nach Jahrzehnten bekannt sein« (AT 2008).

Insbesondere über die Wirkdauer der Impfung ist bisher wenig bekannt. Eine lange Wirkzeit ist jedoch insofern wichtig, als junge Frauen HPV-Infektionen wesentlich leichter überwinden als ältere Frauen. Verschiebt man die Infektion durch eine nicht anhaltend wirkende Impfung in ein höheres Alter, wird die Wahrscheinlichkeit einer chronischen Infektion und Entartung größer. Mathematische Berechnungen des Impfstoffvertreibers Sanofi schätzen die Wirkdauer auf durchschnittlich zwölf Jahre (Fraser 2007). In Beobachtungsstudien über sechs bis sieben Jahre ergab sich noch eine Wirksamkeit von ca. 85 % (Deleré 2014).

Es ist  zu befürchten, dass im Laufe der Zeit andere HPV die biologische Lücke wieder auffüllen, die durch die Impfung gegen einige wenige HPV entsteht (»Replacement«) (AT 2006). Erste Entwicklungen in diese Richtung sind bereits nachgewiesen: nach einer texanischen Untersuchung sind geimpfte Frauen mehr als 10 Prozent häufiger mit Risiko-HPV infiziert, die nicht in den HPV-Impfstoffen berücksichtigt sind (Guo 2015). 

Einen negativen Einfluss könnte die HPV-Impfung – ähnlich wie die Hepatitis-B-Impfung – auf »Safer Sex« haben: Impfungen gegen sexuell übertragene Krankheiten vermitteln das trügerische Gefühl von Sicherheit und begünstigen riskantes Sexualverhalten (Mullins 2012). Bei geimpften Frauen könnte auch die Motivation für Krebsfrüherkennungsuntersuchungen sinken, da sie sich sicher fühlen.

Ein spanisches Forscherteam fand bei mehr als 23 Prozent aller Frauen Hochrisiko-HPV, die nicht in den Impfstoffen enthalten sind, und schreibt im Resümee: "Angesichts des hohen Prozentsatzes krebserregender Hochrisiko-HPV, die im Impfstoff nicht berücksichtigt sind, sollte man die Präventionsstrategie in der Bevölkerung überdenken, denn sie könnte zu dem falschen Gefühl führen, geschützt zu sein" (Paz-Zulueta 2015).

Das Arzneitelegramm rät, junge Mädchen über die offenen Fragen beispielsweise hinsichtlich des Nutzens der Impfung, der Dauer des Schutzes und der Nebenwirkungen zu informieren (AT 2011). Der Schwerpunkt der Krebsfrüherkennung muss  weiterhin auf der Motivation zur Teilnahme am Früherkennungsprogramm liegen, da diese mit hoher Wahrscheinlichkeit vor Gebärmutterhalskrebs schützt.

Die renommierte Cochrane-Collaboration bereitet aktuell eine Übersicht zur Studienlage bezüglich der HPV-Impfung vor. Die Arbeit gerät jedoch schon im Vorfeld in Kritik, weil ein Teil der Mitarbeiter Interessenskonflikte haben und sogar Wissenschaftler daran mitarbeiten, die schon an den Firmen-finanzierten Studien beteiligt waren - sie überprüfen sozusagen ihre eigenen Studien (SZ 2013).

 

Das Problem der Kosten

Das Problem der begrenzten Ressourcen im Gesundheitssektor tritt bei der HPV-Impfung offen zutage. Die HPV-Impfung kostet das deutsche Gesundheitssystem bei Teilnahme aller Mädchen (mit jeweils zwei bis drei Impfungen) jährlich 130 bis 200 Millionen Euro. Das erhöht die Gesamtausgaben der Krankenkassen für Arzneimittel um 0,6 bis 1 Prozent. Im Jahr 2008 gaben die Krankenkassen in Deutschland für die beiden Impfstoffe sogar über 230 Millionen Euro aus, wegen der Impfung mehrerer Jahrgänge. Sollten sich Auffrischungsimpfungen etwa alle zehn Jahre als notwendig erweisen, würden sich die Kosten des Impfprogramms vervielfachen. Diese Gelder müssen in anderen Bereichen wieder eingespart werden. Niemand hat bisher berechnet, welche gesundheitlichen Folgen dieses Verschieben von Mitteln in die Kassen der pharmazeutischen Industrie hat.

Rolf Rosenbrock, Professor für Gesundheitspolitik an der TU Berlin und Mitglied des Sachverständigenrates im Gesundheitswesen, schreibt zu diesem Problem: »Stellt man sich die – aus Systemsicht bereits stark eingeengte – Frage, wo und wie mit 200 Mio. Euro für die Krebsprävention die größte gesundheitliche Wirkung zu erzielen wäre, dann hätte die HPV-Impfung wahrscheinlich keinen guten Stand. Es böte sich vielmehr an, zunächst die Früherkennung auf Cervix-Carzinom in ihrer Reichweite und Qualität zu verbessern (die Krankheit kann – theoretisch – zu mehr als 90 Prozent durch Früherkennung verhindert werden) und – da dies gewiss keine 200 Millionen Euro kosten würde – das restliche Geld in partizipativ gestaltete Setting-Projekte in sozial benachteiligten Orten bzw. Stadtteilen bzw. Schulen zu stecken. Dies freilich würde einen Grad an Rationalität bedeuten, den Gesundheitspolitik in der Regel nicht aufweist. Gegen die Koalition aus Pharma-Industrie und impfbereiten Ärzten, getragen von der großen und breiten Sympathie für die Impfung als individuelle, passive Prävention durch ärztliches Handeln, haben Konzepte wie das hier vorgetragene regelmäßig eine nur geringe Chance.« (Rosenbrock 2007)

Heinz-Harald Abholz, Leiter der Abteilung Allgemeinmedizin der Universität Düsseldorf, schreibt: »Also scheint es hier um etwas ganz anderes zu gehen, was zu der ungewöhnlich schnellen Zulassung bei extrem schlechter publizierter Studienlage geführt hat. Offensichtlich ist, dass es auch um den Verkauf eines neuen und sehr teuren Impfstoffes geht …« (Abholz 2007).

Im November 2008 forderten in Deutschland 13 renommierte Wissenschaftler eine Neubewertung der HPV-Impfung und ein Ende der irreführenden Informationen seitens der Behörden (Dören 2008). Der Gemeinsame Bundesausschuss der Krankenkassen schloss sich im Dezember 2008 dieser Forderung an. Im August 2009 veröffentlichte die STIKO eine Neubewertung, in der sie an ihrer Impfempfehlung festhielt (EB 2009,32).

 

Die Nebenwirkungen der HPV-Impfung

Seit der Zulassung und massenhaften Anwendung von HPV-Impfstoffen wurden zahlreiche neurologische, autoimmune und die Blutgerinnung betreffende Erkrankungen mit möglichem Zusammenhang zur Impfung beobachtet.

In Deutschland wurden bis 2014 über 1800 Nebenwirkungen gemeldet, darunter Blutgerinnungsstörungen, Schilddrüsenentzündungen und neurologische Krankheiten wie Lähmungen und Enzephalitis. Bei all diesen Fällen besteht ein zeitlicher Zusammenhang, der zumindest Fragen aufwirft, auch wenn ein ursächlicher Zusammenhang im Einzelfall nicht bewiesen werden kann.

Dem US-amerikanischen Meldesystem VAERS wurden zwischen Juli 2006 und März 2013 über 21000 Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen mitgeteilt, davon wurden 8 Prozent als schwerwiegend eingestuft, z.B. vorübergehender Sehverlust, Sprechstörung, Kollaps, Gefühlsstörungen, Gesichtsmuskellähmung, Guillain-Barré-Syndrom und Krampfanfälle. Bei 18 von 42 Frauen, die versehentlich während der Schwangerschaft geimpft wurden, kam es zu Komplikationen (Abort, Anomalien beim Kind). Bis 2014 wurden im Zusammenhang mit der HPV-Impfung 259 Entschädigungsanträge wegen schwerer Nebenwirkungen gestellt, darunter 12 Todesfälle. 73 Fälle wurden anerkannt und ausbezahlt. »Die gemeldeten Nebenwirkungen sind real und können nicht einfach zur Seite gefegt werden«, war der Kommentar von Diane Harper, einer der Prüfärztinnen der HPV-Studien von Merck und GlaxoSmithKline (Gandey 2008).

HPV-Impfstoffe führten in den Zulassungsstudien bei 50 bis 90 Prozent zu lokalen Beschwerden an der Impfstelle und bei bis zu 50 Prozent zu Allgemeinsymptomen wie Fieber, Kopfschmerzen oder Gelenkbeschwerden. 2 bis 6 Prozent der Studienteilnehmerinnen empfanden diese Nebenwirkungen als schwerwiegend.

Bei 8 bis 20 von 100'000 geimpften Frauen kommt es nach der Impfung zu schweren allergischen Reaktionen wie Asthma oder anaphylaktischer Schock (Brotherton 2008). Im Jahr 2009 starb in Deutschland ein Mädchen nach der HPV-Impfung an einem schweren Asthmaanfall. 

Häufiger als nach anderern Teenager-Impfungen führt die HPV-Impfung zu einem plötzlichen Kollaps mit vorübergehender Bewusstlosigkeit. Da dadurch ausgelöste Stürze auch schon zu schweren Verletzungen geführt haben, sollte nur im Sitzen oder Liegen geimpft und 15 Minuten nachbeobachtet werden.

Im Zusammenhang mit HPV-Impfungen wurden Hautblutungen durch eine Entzündung der Blutgefäße (Purpura Schoenlein-Hennoch) beobachtet. Diese wahrscheinliche Impffolge heilt zwar meist spontan wieder aus, kann sich aber über Monate hinziehen und durch Beteiligung der Nieren problematisch werden. In Deutschland wurden bis 2014 dreizehn solcher Fälle gemeldet. 

Eine Analyse des US-amerikanischen Meldesystems VAERS ergab den Hinweis auf ein geringfügig erhöhtes Risiko für Thrombosen und Lungenembolien (Slade 2009). Das Risiko wird mit 0,2: 100’000 Impfungen angegeben. Zwischen 2006 und 2008 wurden in den USA 19 Fälle von Lungenembolie gemeldet, die in vier Fällen zum Tode führten. In den meisten dieser Fälle lagen zusätzliche Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder die Einnahme der Pille vor. Eine schwedisch-dänische Studie fand keinen Zusammenhang zwischen Thrombosen und HPV-Impfung, erfasste aber wesentlich weniger Patienten als VAERS (Scheller 2014).

Eine spezifische Nebenwirkung der HPV-Impfung scheint das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS) zu sein. Es geht mit starken Schmerzen, beginnend an der geimpften Extremitäten einher, die meist nach Wochen oder Monaten wieder verschwinden, jedoch auch chronifizieren und Muskelschwund und Bewegungsstörungen hervorrufen können. Dadurch kann es zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität und sogar zu bleibender Behinderung kommen. In Japan wurden zahlreiche solche Fälle gemeldet, was die Aussetzung der Impfempfehlung durch die Regierung zur Folge hatte (Standard 2013). Auch australische Ärzte machten auf die Nebenwirkung aufmerksam (Richards 2012).

In Dänemark lief im Mai 2015 ein beeindruckender Bericht über zahlreiche Mädchen im Fernsehen, die seit der HPV-Impfung an chronischen Schmerzen oder anfallsartigem Herzrasen mit Kreislaufzusammenbruch (Posturales Tachykardiesyndrom, POTS) litten (TV2). Die Regierung sah sich daraufhin gezwungen, "Assessment Centers" einzurichten, die von betroffenen Mädchen und ihren Familien völlig überrannt wurden (Online Post 2015). Prominente Forscher riefen zu einer Unterbrechung der Massenimpfung auf (BT 2015); die schweren Nebenwirkungen seien bisher wohl übersehen worden, weil sie keiner gängigen Krankheitsdiagnose zuzuordnen waren (MX 2016). Umfangreiches Material zu den Fällen hat ein kanadischer Journalist zusammengetragen (exjourno 2015).

In den Zulassungsstudien kam es bei 1 - 2 Prozent der Studienteilnehmerinnen zu Beschwerden, die auf ein Impfrisiko hinsichtlich Autoimmunerkrankung hinwiesen: Gelenksentzündungen, Schilddrüsenentzündungen, Diabetes und neurologische Erkrankungen wie aufsteigende Lähmungen, Hirnentzündungen und Multiple Sklerose. In ähnlicher Häufigkeit traten solche Beschwerden auch in den Plazebo-Gruppen auf, die den Aluminiumhifsstoff gespritzt bekamen. Daraus ergab sich der Verdacht, dass vielleicht das Aluminium für diese Nebenwirkungen verantwortlich war. 

Seit der massenhaften Anwendung der HPV-Impfstoffe reißen die Veröffentlichungen über Autoimmunerkrankungen als mögliche Impffolge nicht ab (z.B. Sutton 2009, di Mario 2010, Della Corte 2011, Gatto 2013, Colafrancesco 2013, Pellegrino 2014, Geier 2014). In der Schweiz kam es bis 2014 zu 62 Meldungen schwerer Ereignisse nach der HPV-Impfung, darunter auch neurologische Erkrankungen wie multiple Sklerose. Das Schweizer Fernsehen brachte im Oktober 2014 einen Bericht über mehrere solcher Fälle (SRF 2014). Im September 2013 kamen in Israel Überlegungen auf, die HPV-Impfung aus dem Impfprogramm zu nehmen (PRweb 2013). Italienische und israelische Autoren hatten eine Studie zu autoimmunen Nebenwirkungen, unter anderem hormonelles Eierstockversagen veröffentlicht (Colafrancesco 2013).

In einer großen schwedisch-dänischen Kohortenstudie wurde der Zusammenhang zwischen der HPV-Impfung und Autoimmunerkrankungen untersucht, ergab aber kein signifikantes Ergebnis (Arnheim-Dahlström 2013). Anders eine Studie aus Kalifornien, bei der die Erstsymptome einer Multiplen Sklerose oder anderer neurologischer Krankheiten auffallend oft innerhalb von 30 Tagen nach einer HPV- oder Hepatitis B-Impfung auftraten. Die Autoren vermuten einen Verstärkereffekt dieser Impfungen bei Patienten mit angeborener Veranlagung zu Autoimmunerkrankungen (Langer-Gould 2014). 

Auch Todesfälle haben sich nach der HPV-Impfung ereignet, wobei der Zusammenhang mit der Impfung von den Meldenden vermutet wurde, aber in keinem Fall bewiesen werden konnte. Zwischen Juni 2006 und März 2014 wurden in den USA 96 Todesfälle in möglichem Zusammenhang mit der HPV-Impfung gemeldet. Die Gesundheitsbehörden erklärten, dass in 47 Fällen die Todesursache dokumentiert sei und in keinem Zusammenhang mit der Impfung stehe. Es sei kein Muster zu erkennen, das die Impfung als Ursache wahrscheinlich macht (Markowitz 2014). In Deutschland wurden bis 2014 drei Todesfälle gemeldet, bei denen eine anderweitige Todesursache nicht festzustellen war.

Für Mädchen unter sechzehn Jahren, die Hauptzielgruppe der Impfempfehlung, gibt es noch kaum Untersuchungen zur Sicherheit der HPV-Impfung. Die Nachbeobachtungszeiten betrugen weniger als ein halbes Jahr (CDC 2013). In jedem Fall ist die Äußerung der wobei  STIKO aus der Frühzeit der HPV-Impfära längst überholt: "Schwerwiegende Reaktionen, die auf die getesteten Impfstoffe zurückzuführen waren, sind bislang nicht beobachtet worden" (EB 2007).

 

Zusammenfassung

  • Die Wirksamkeit der HPV-Impfstoffe auf Zellveränderungen am Gebärmutterhals ist gesichert. Dies ist aber keinesfalls mit der Verhinderung von Krebs gleichzusetzen. Wenn überhaupt, dann werden wir erst nach Jahrzehnten wissen, ob die Impfung irgendwelche Erwartungen erfüllt. Nach einem optimistischen Szenario ist ein nur 10prozentiger Rückgang der Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs anzunehmen.

  • Der Gebärmutterhalskrebs kann durch Safer-Sex, Anti-Raucherkampagnen und effektive Früherkennungsprogramme ausreichend kontrolliert werden. Seine Häufigkeit ist seit Jahren rückläufig.

    • Präservative bieten einen guten Schutz vor Infektionen mit Risiko-HPV.

    • Frauen, die regelmäßig an der Früherkennungsuntersuchung teilnehmen, verringern ihr Krebsrisiko um über 90 Prozent. Im Falle höhergradiger Dysplasien oder einer drohenden Krebserkrankung ist jedoch ein Eingriff (Konisation) notwendig.

  • Bei bereits sexuell aktiven Mädchen oder Frauen ist die Impfung sicher nutzlos.

  • Die Nachhaltigkeit der HPV-Impfung ist nicht geklärt. Offene Fragen sind unter anderem die Dauer der Wirkung und das Nachrücken von HPV, die im Impfstoff nicht berücksichtigt sind (Replacement).

  • Nicht nachhaltig sind auch die enormen Kosten des Impfprogramms, die Einsparungen in anderen Gesundheitsbereichen zur Folge haben.

  • Die HPV-Impfung führt häufig zu Nebenwirkungen, in sehr seltenen Fällen auch auch von lebensbedrohlichem Charakter (allergischer Schock, Lungenembolie). Die Impfung kann möglicherweise Autoimmunerkrankungen, chronische Schmerzen und schwere Kreislaufstörungen auslösen.

  • Langzeituntersuchungen zur Impfstoffsicherheit existieren nicht. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Impfung ist sowohl vom Nutzen als auch vom Risiko her unklar. Die Impfempfehlung für Mädchen vor Eintritt der Pubertät ist nicht vereinbar mit einer beweisgestützten ("evidence based") Medizin.

 

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