Nachdem sich Berichte über schwerwiegende chronische Schmerzzustände und Schädigungen des vegetativen Nervensystems nach der HPV-Impfung häuften (s. hier unter Nebenwirkungen; Chustecka 2015) haben die dänischen Gesundheitsbehörden die Europäische Arzneimittelbehörde EMA aufgefordert, im Licht dieser neuen Erkenntnisse eine Neubewertung der HPV-Impfung vorzunehmen (EMA 2015; PEI 2015).

Schon vor einigen Jahren hatte Japan vor dem Hintergrund dieser Problematik die Empfehlung der HPV-Impfung bis heute ausgesetzt - im Gegensatz zu diesem, der Schwere der Verdachtsmomente angemessenen, Vorgehen kennen europäische Behörden schon vor der erneuten Untersuchung deren Ergebnis: "The review does not question that the benefits of HPV vaccines outweigh their risks." (EMA 2015) bzw. "Die EMA weist darauf hin, dass diese Analyse nicht das positive Nutzen/ Risiko Profil der HPV-Impfstoffe in Frage stellt und dass das laufende Verfahren keinen Grund darstellt, die aktuellen Impfempfehlungen zu ändern." (PEI 2015) - inwieweit diese Herangehensweise an den Umgang mit neuen Risikosignalen und damit eine erneute Nutzen/Risiko-Bewertung wissenschaftlichen Anforderungen genügt bzw. zu evidenzbasierten Empfehlungen führen kann, muss hier offenbleiben...

 

Literatur

Chustacka Z. 2015. Abruf 14.07.2015

EMA 2015. Abruf 14.07.2015

PEI 2015. Abruf 14.07.2015