Im Frühjahr 2007 haben die Impfstoffhersteller, die süddeutschen Behörden und die Presse eine massive FSME-Impfkampagne losgetreten.

Lesen Sie unsere Einschätzung der Situation.

Die FSME-Erkrankung

FSME bedeutet Frühsommer-Meningoenzephalitis. Sie wird verursacht durch Viren, die beim Stich durch infizierte Zecken übertragen werden und das Gehirn befallen können.

Die meisten FSME-Erkrankungen ereignen sich zwischen Mai bis September. Die Erkrankungszahlen schwanken von Jahr zu Jahr, da es nach milden Wintern mehr Zecken gibt als nach Wintern mit strengem Frost. In den letzten Jahren lagen die Erkrankungsmeldungen zwischen 200 und 300 Fällen (EB 2009), Ausnahmen waren lediglich die beiden Jahr 2005 (32 Fälle) und 2006 (547 Fälle). Die Fälle, bei denen zentralnervöse Symptome auftraten (Meningitis, Enzephalitis), machten dabei jeweils weniger als die Hälfte aus (FOUQUET 2007).

Eine Veränderung oder Ausweitung der Verbreitungsgebiete war zumindest in Süddeutschland in den letzten Jahren nicht zu verzeichnen, auch scheinen nicht mehr Zecken als früher mit FSME-Viren durchseucht zu sein (DOBLER 2007). Nach Untersuchungen des Bundesinstitutes für Risikobewertung ging zwischen 1997 und 2003 der Durchseuchungsgrad erwachsener Zecken in den deutschen Risikogebieten sogar zurück: Konnte anfangs noch bei 5% der im Schwarzwald und in der Region Passau untersuchten Zecken FSME nachgewiesen werden, gelang dies 2003 nur noch bei ca. 1% der erwachsenen Zecken - das bedeutet, dass 99% der Zecken auch in Risiko- oder Hochrisikogebieten (Passau) keine FSME übertragen. Eine Erklärung für dieses Phänomen gibt es bis jetzt nicht (DÄ 2003).

Zecken leben im Unterholz von Wäldern, an Waldrändern, im Gras und an Sträuchern oder Büschen. Sie nehmen ihr Opfer über Temperatur, Erschütterung und Geruch wahr und lassen sich dann von ihrem Aufenthaltsort abstreifen. An feuchtwarme Hautstellen wie Kopfhaut, Achselhöhle, Schamgegend oder hinter die Ohren saugen sie mit ihrem Rüssel Blut – meist unbemerkt, weil ihr Speichel eine betäubende Substanz enthält. Beim Saugakt können FSME-Viren aus der Speicheldrüse der Zecken in die Stichwunde gelangen.

Die Inkubationszeit der FSME beträgt sieben bis vierzehn Tage, im Extremfall drei bis 28 Tage. Die Mehrzahl der Infektionen verläuft völlig ohne Krankheitssymptome. Bei 10 bis 30 Prozent der Infizierten kommt es zu einer Art »Sommergrippe« mit Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen und Erkältungssymptomen.

Etwa 5 Prozent der Infizierten erkranken an einer gutartigen Hirnhautentzündung, weitere 5 Prozent an einer Meningoenzephalitis, also einer Entzündung auch des Gehirns (Quast 1997). Allein bei dieser Komplikation ist mit schweren Verläufen und bleibenden Schäden oder Todesfällen zu rechnen. Erste Symptome sind Schläfrigkeit oder Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen und/oder Lähmungen.

Die Meningoenzephalitis führt bei 1 bis 2 Prozent zum Tod, bei 3 bis 11 Prozent kommt es zu bleibenden Beschwerden wie Konzentrationsstörungen, Müdigkeit oder chronischen Kopfschmerzen. Selten bleiben Lähmungen zurück, vor allem bei älteren Menschen (EB 1999).

Häufig kommt es selbst nach schweren Verläufen zur völligen Ausheilung (AT 1996,6). Das Risiko einer bleibenden Schädigung durch die FSME-Erkrankung nach einem Zeckenstich in den Naturherden Süddeutschlands liegt rein rechnerisch zwischen 1: 15.000 und 1:150.000, das Risiko einer tödlichen FSME-Erkrankung zwischen 1:100.000 und 1:1 Million. Jährlich wird in Deutschland durchschnittlich ein Todesfall registriert (GBE 2007), im Jahr 2008 gab es keinen einzigen Todesfall.

Das Risiko schwerer FSME-Verläufe steigt mit dem Alter. Das höchste Risiko haben Bewohner von Risikogebieten im Alter von über 50 Jahren (BÖESSENECKER 2007).

Eine spezifische Behandlung der FSME gibt es nicht.

Die FSME darf nicht verwechselt werden mit der Borreliose. Dies ist eine bakterielle Infektion, die in ganz Europa verbreitet ist und nach einem von 750 bis 1000 Zeckenstichen vorkommt. Man erkennt sie an einer sich allmählich, über Tage bis Wochen, ringförmig ausbreitenden Hautrötung (»Erythema migrans«). Unbehandelt kann sie in seltenen Fällen zu Gelenkentzündungen, Herzmuskelentzündungen und neurologischen Erkrankungen führen. Die Borreliose ist mit Antibiotika heilbar. Das Risiko der erwähnten Folgeerkrankungen wird nach Expertenmeinung weit überschätzt: In fast allen Fällen kommt es auch ohne Behandlung zur Spontanheilung.

 

Die FSME-Erkrankung bei Kindern

Bei Kindern und Jugendlichen verläuft die FSME-Krankheit nahezu ausnahmslos gutartig. „Schwere Krankheitsverläufe werden fast nur bei Erwachsenen beobachtet“ (RKI 2006).

Zu diesem Fazit kommt auch eine Übersichtsarbeit, die im August 2004 im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde: „Die Prognose der FSME bei Kindern ist unter Berücksichtigung der eigenen Erhebungen und der in den letzten 30 Jahren publizierten Daten als günstig zu beurteilen. [...] Auffälligerweise fanden sich Defektheilungen nach einer FSME bei unter Sechsjährigen nur bei solchen Kindern, die nach einem Zeckenstich eine passive Immunisierung erhalten hatten und/oder unter dem anfänglichen Verdacht einer bakteriellen Meningitis zusätzlich zur Antibiose auch eine Behandlung mit hoch dosiertem Dexamethason [Kortisonpräparat] bekommen hatten“ (Kaiser 2004).

Unter 371 slowenischen Kindern im Alter von 0 – 15 Jahren mit nachgewiesener FSME kam es zu keinem einzigen schweren Verlauf mit bleibenden Schäden oder Todesfolge (Lesnicar 2003).

In der deutschen Literatur gibt es nur einen Bericht über FSME-Folgeschäden bei einem Kind, nämlich bei einem 12jährigen Buben (AT 2001/4). Einzelfallberichte von Lähmungen, Epilepsie oder Verhaltensauffälligkeiten nach FSME bei Kindern liegen aus Österreich und Slowenien vor (DAKJ 2004). Bei unter 6-Jährigen treten bleibende Schäden nur dann auf, wenn unter dem anfänglichen Verdacht einer bakteriellen Meningitis eine Behandlung mit hoch dosiertem Kortison durchgeführt wird (DGN 2007).

 

Die Verbreitung der FSME

Zecken, die das FSME-Virus übertragen, kommen nur in bestimmten Gebieten, so genannten Naturherden, vor. Selbst in solchen Naturherden ist jedoch nur in durchschnittlich jeder 100. bis 1000. Zecke das FSME-Virus nachzuweisen (BfR 2003). Im Bergland oberhalb von 1000 Metern Höhe gibt es wegen der niedrigen Durchschnittstemperaturen keine Zecken und auch keine FSME.

Hauptverbreitungsgebiet der FSME in Europa sind Russland, die baltischen Länder, Südostschweden, Ungarn, Polen, Slowenien, Tschechien, die Slowakei, Ostösterreich und Albanien. In der Schweiz gibt es Naturherde in den Kantonen Schaffhausen, Zürich und Bern (Details über europäische Naturherde sind nachzulesen unter www.rki.de). Die meisten verfügbaren europäischen Verbreitungskarten stammen aus nicht unabhängigen Quellen, z.B. die Verbreitungskarte von Chiron-Behring auf der Website der Universität Bonn (www.meb.uni-bonn.de).

Kein FSME-Risiko besteht auf der Iberischen Halbinsel, in Großbritannien, den Beneluxländern und Dänemark. Aus Frankreich, Italien und Griechenland werden nur einzelne Erkrankungsfälle gemeldet.

In Deutschland gibt es FSME-Naturherde mit wenigen Ausnahmen nur in Baden-Württemberg und Bayern. 92% der gemeldeten Fälle wurden in diesen Bundesländern verursacht (EB 2009). Kreise mit besonders hohem Risiko (mehr als 1 Meldung auf 50 000 Einwohner pro Jahr lt. EB 2008) sind

- in Baden Württemberg: Die Landkreise Bodenseekreis, Calw,  Emmendingen, Enzkreis, Freudenstadt, Konstanz, Rottweil, Waldshut, Zollernalbkreis; der Stadtkreis Pforzheim,

- in Bayern: Die Landkreise Altötting, Amberg-Sulzbach, Ansbach, Bayreuth, Deggendorf, Forchheim, Freyung-Grafenau, Fürth, Kronach, Kulmbach, Main-Spessart, Miltenberg, Mühldorf am Inn, Passau, Regensburg, Rottal-Inn, Schwandorf, Traunstein, Weißenburg-Gunzenhausen; die Stadtkreise Amberg und Schwabach.

Einzelfälle von FSME wurden im hessischen Odenwald, in Rheinland Pfalz (Landkreis Birkenfeld) und an der Saale in Thüringen registriert.

So genannte FSME-Verbreitungskarten sind ein Anhaltspunkt für Risikogebiete. Zwischen 2006 und 2007 hat durch das Robert-Koch-Institut eine signifikante Umdefinition stattgefunden, was zu einer wesentlich höheren Zahl von Risikogebieten geführt hat. Risikogebiete sind nach neuer Definition (EB 2007,15) Stadt- oder Landkreise mit mehr als einer Erkrankung pro 100.000 Einwohner innerhalb von fünf Jahren (= Risiko über 1:500 000 pro Jahr). Dies traf 2006 auf 80 Kreise in Deutschland zu. Die Grenze ist sogar nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts selbst „sehr niedrig angesetzt“ (EB 2007,17).

Im Gegensatz zu früher wird seit 2007 nicht mehr zwischen Risiko- und Hochrisikogebieten unterschieden, was die informierte Entscheidung für oder gegen die FSME-Impfung erschwert. Zu Risikogebieten sind nun zudem auch Kreise erklärt, die ursprünglich keine Risikogebiete waren, die jedoch an Kreise grenzen, deren gemeinsam berechnetes Risiko über den besagten 1:100.000 liegt. Auf diese Weise sind im Jahr 2007 bundesweit 33 Kreise neu als Risikogebiet eingestuft worden, darunter sogar drei Kreise (Stadt Mannheim, Stadt Ansbach, Hohenlohekreis), in denen noch nie eine FSME aufgetreten ist.

Diese Neudefinition ist sehr verwirrend und wenig hilfreich, wenn man bedenkt, dass die Zunahme von FSME-Erkrankungen in den letzten Jahren fast ausschließlich auf Zeckenstichen in den bereits bekannten Risikogebieten beruht.

Das FSME-Risiko in allen deutschen Stadt- und Landkreisen ist einsehbar im Epidemiologischen Bulletin 15/2007 als Anhang (www.rki.de).

Prophylaxe von Zeckenstichen

Die Empfehlung, in FSME-Naturherden lange Hosen, Socken, festes Schuhwerk und eventuell Kopfbedeckung zu tragen, ist insbesondere im Sommer nicht realistisch. Auch dürfte es für Eltern kaum durchführbar sein, ihre Kinder auf den Wanderwegen zu  halten.

Einen gewissen Schutz vor Zeckenbefall verleihen Repellents. Laut Stiftung Warentest wirken am besten:

  • Zanzarin Bio-Hautschutz Lotio (bis zu 6 Stunden)
  • Nexa lotte Natur Hautschutz Milch (bis zu 6 Stunden, "etwas schlechter bei erwachsenen Zecken")
  • Autan Active Lotio (bis zu 4 Stunden, "sehr dünnflüssig")
  • Taoasis Floh Zecken Stop Spray (3 Stunden, "aufdringlicher Geruch").

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ähnlich wie bei der Borreliose das Infektions-Risiko der FSME mit der Dauer der Blutmahlzeit der Zecke am Menschen steigt (DÄ 2003). Abendliches Absuchen und Entfernen aufgefundener Zecken dürfte also das Infektionsrisiko verringern.


Die FSME-Impfung

Der FSME-Impfstoff enthält abgetötete FSME-Viren, die auf Hühnerzellen angezüchtet werden und an Aluminiumhydroxid gebunden sind.Der Aluminiumhydroxidgehalt beträgt bei Encepur Kinder 0,5 mg, bei Encepur Erwachsene 1,0 mg, bei FSME-Immun Kinder 0,17 mg, bei FSME-Immun Erwachsene 0,35 mg.

In Deutschland zugelassene Impfstoffe sind ENCEPUR Kinder und ENCEPUR Erwachsene von Chiron-Behring, und FSME-Immun Junior und FSME-Immun Erwachsene von Baxter.

Nach dreimaliger Impfung innerhalb eines Jahres (Monate 0 / 1-3 / 9-12) sollen über 95 Prozent der Geimpften für einige Jahre geschützt sein. Eine Schnellimmunisierung soll bei ENCEPUR mit drei Injektionen innerhalb von vier Wochen (Tage 0 / 7 / 21) erreicht werden, was jedoch von Experten in Zweifel gezogen wird (KAISER 2006).

Am zuverlässigsten für die Bildung einer möglichst raschen Immunität sind zwei Impfungen im Abstand von zwei Wochen und eine dritte Impfung nach einem Jahr (SCHONDORF 2007). Mit diesem Schema ist innerhalb von vier Wochen ein maximaler Schutz aufgebaut.

Die Hersteller raten zur ersten Auffrischungsimpfung nach drei Jahren. Erwachsenen über 50 Jahren haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko und sollen auch danach alle drei Jahre geimpft werden (BÖSSENECKER 2007); ein Fall einer schweren FSME-Erkrankung bereits drei Jahre nach der Impfung ist belegt (KLEITER 2007).

Bei unter 50jährigen reichen weitere Auffrischungen im Fünfjahresabstand (AWMF 2008). Im Kindesalter sind nach Auffassung der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin Wiederholungsimpfungen nach fünf Jahren „oder noch später“ ausreichend (DAKJ 2004). Auch noch viele Jahre nach der Grundimmunisierung kann eine einzige Auffrischungsimpfung den Schutz wieder herstellen (BÖSSENECKER 2007).

 

Öffentliche Empfehlungen und Medienkampagnen für die FSME-Impfung

Die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung für Personen, die in Risikogebieten wohnen oder arbeiten und für die das Risiko eines Zeckenstiches besteht. Da mehr als 15 Prozent der FSME-Erkrankten ihre Infektion außerhalb ihres Heimatkreises erwerben, schließt die STIKO in ihre Empfehlung auch Personen ein, die sich aus anderen Gründen in Risikogebieten aufhalten: „Bürger, die sich in ihrer Freizeit in Risikogebieten aufhalten und dort verhaltensbedingt das Risiko eines  Zeckenstiches tragen, haben ein erhöhtes Infektionsrisiko und sollten sich deshalb gegen FSME impfen lassen. Auch Urlauber aus anderen Bundesländern, die sich vorübergehend in den Risikogebieten, z. B. in Baden-Württemberg oder Bayern aufhalten, können ein entsprechendes Infektionsrisiko tragen, das durch eine zeitgerechte Schutzimpfung minimiert werden kann.“ (EB 2007,15).

Mit einer massiven Impfkampagne sollen nun die bisher als unzureichend erachteten Impfquoten in Risikogebieten gesteigert werden. Dabei wird weit über das Ziel hinausgeschossen, z.B. mit einer Impfempfehlung für die gesamte Bevölkerung, wie sie das Sozialministerium in Stuttgart für die gesamte Bevölkerung Baden-Württembergs herausgegeben hat, und wie sie für Bayern gefordert wird. Völlig ohne Berücksichtigung bleibt bei solchen Rundumschlägen, dass auch die Impfung nicht frei von schweren Nebenwirkungen ist (z.B. REPORT 2009).

Noch vor wenigen Jahren wurde die FSME-Impfung sogar von der kinderärztliche „Kommission für Infektionskrankheiten und Impfungen“ vorsichtiger beurteilt: „Angesichts der Seltenheit der FSME, des milden Verlaufs im Kindes- und Jugendalter und in neuerer Literatur fast fehlenden bleibenden Schäden sollten die Impfempfehlungen der STIKO korrekt angewandt werden. Es gibt zurzeit keine Grundlage für die generelle Einführung der Impfung, auch nicht in einzelnen Bundesländern. Vielmehr bleibt der Empfehlung der Impfung eine auf den speziellen Fall beschränkte Maßnahme, die erst nach genauer Analyse des konkreten Infektionsrisikos und individueller Entscheidung durchgeführt wird“ (DAKJ 2004).

Die Panikmache vor FSME liegt jedoch offensichtlich im gemeinsamen Interesse von Massenmedien und Impfstoffherstellern. In ganz Süddeutschland wird die Angst vor Erkrankungen nach Zeckenstichen geschürt, und Eltern halten Zecken inzwischen für die zweitgrößte Bedrohung für Leib und Leben ihre Kinder (HÖPPE 2006). In der Süddeutschen Zeitung erscheint jedes Frühjahr ein halbseitiger Artikel, in denen ein Münchner Tropenmediziner, der für den ENCEPUR-Hersteller Chiron Behring Impfforschung betreibt, die FSME-Impfung für alle fordert. Ärzte werden mit Propagandamaterial und ungenauen Angaben über die geographischen Verbreitungsgebiete der FSME regelrecht zugeschüttet, Kindergärten und Schulen  verbinden geplante Ausflüge oder Freizeiten mit der Empfehlung zur FSME-Impfung, selbst wenn der Aufenthaltsort in keinem Risikogebiet liegt.

Die Kampagne war 2007 so erfolgreich, dass bereits im Mai alle Impfstoffe ausverkauft waren, die Impfhersteller ihre Umsätze verdoppelt hatten und in einem Anschreiben an alle Ärzte eine "Entscheidungshilfe zur Vorgehensweise bei temporärer Impfstoffknappheit" versandten. Im April 2007 warnte das Robert-Koch-Institut vor „FSME-Karten“, in denen die Zahl der Risikogebiete fälschlich erhöht sei, und schreibt: „Eine Impfung ist von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Personen empfohlen, die in den ausgewiesenen Risikogebieten zeckenexponiert sind. Eine Impfung ist von der STIKO nicht empfohlen in Gebieten, die nicht als Risikogebiet eingestuft werden“ (EB 2007,17). Im Juni 2007 legte das Institut noch mal nach: "Grundsätzlich gilt, dass nur solche Personen geimpft werden sollen, bei denen ein konkretes Expositions- und Infektionsrisiko während der Zeckensaison 2007 gegeben ist...Als zusätzliche Grundlage zur Beurteilung der Dringlichkeit eines vollständigen Impfschutzes können im Einzelfall ggf. folgende weiteren Aspekte ergänzend berücksichtigt werden: die Intensität der Zeckenexposition – z. B. durch bestimmtes Freizeitverhalten oder beruflich bedingte lang andauernde Aufenthalte in entsprechenden Biotopen; das höhere Risiko von älteren Menschen, schwer zu erkranken und Komplikationen zu erleiden... (EB 2007, 22).

In Österreich führt die Firma Baxter seit Jahren eine äußerst intensive Impfkampagne durch. Die FSME-Impfung hat dort inzwischen nationalen Pflichtcharakter und gehört zu Österreich "wie Mozartkugeln und Hofreitschule" (REIMON 2007). Die ARGE Gesundheitsvorsorge, die die öffentliche Impfkampagne in Österreich steuert, wird von der Ärztekammer und dem Impfstoffhersteller Baxter gemeinsam finanziert (REIMON 2007).

 

Die Nebenwirkungen der FSME-Impfung

Die Verträglichkeit von FSME-Impfstoffen erwies sich in der Vergangenheit als sehr unterschiedlich. FSME-Impfstoffe wurden wiederholt vom Markt genommen – zuletzt im März 2001 der Impfstoff TicoVac. Ursache war eine erdrückende Zahl von Störwirkungen – unter anderem Fieberkrämpfe und grippeartige Erkrankungen. Das Paul-Ehrlich-Institut und die europäische Zulassungsstelle EMEA hatten erst sehr spät auf die Störmeldungen reagiert, was das Arznei-telegramm zu dem Kommentar veranlasste, hier werde zwischen den Behörden und der Industrie »gekungelt« (AT 2001/4).

Nach Zulassung der aktuellen FSME-Impfstoffe gab das Paul Ehrlich-Institut folgende Stellungnahme im Stil einer Werbebroschüre ab: „Auch wenn FSME-Virusinfektionen bei Kindern, insbesondere bei denen unter drei Jahren, in der Regel ohne Folgen ausheilen, gilt auch hier der Grundsatz, dass eine Infektionskrankheit verhindert werden sollte, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Voraussetzung dafür ist ein gut verträglicher Impfstoff. Ein solcher steht mit ENCEPUR KINDER zur Verfügung. Bei diesem Impfstoff ist der Nutzen, nämlich möglicherweise schwere Befindlichkeitsstörungen nach einer Infektion mit dem FSME-Virus zu verhindern, größer einzuschätzen, als das mögliche Risiko, nach der Impfung Fieber in einem Bereich von 38°C bis 39°C zu entwickeln. Auch wenn FSME-Erkrankungen bei Kindern in Deutschland eine Seltenheit sind, ist es positiv einzuschätzen, dass nun wieder ein Kinderimpfstoff gegen diese Krankheit zur Verfügung steht, da ein FSME-Impfstoff für Kinder insbesondere von Eltern nachgefragt wird, die mit ihren Kindern einen Urlaubsaufenthalt in Österreich planen, was insgesamt als Hochrisikogebiet eingestuft ist“ (PEI 2003).

Obwohl die FSME-Impfstoffe in der Verordnungshäufigkeit eine untergeordnete Rolle spielen (WEISSER 2007), nehmen diese Impfstoffe mit 1752 von 13354 aller Meldungen von Impfnebenwirkungen an das Paul-Ehrlich-Institut (2001 – 2010) einen der vorderen Ränge ein. Für die beiden aktuell noch auf dem Markt befindlichen Impfstoffe Encepur und FSME Immun gab es 852 bzw. 809 Meldungen, darunter auch schwere neurologische Erkrankungen wie Lähmungen, Ertaubung oder Multiple Sklerose.  Etwa ein Drittel der Meldungen betreffen Kinder; bei ihnen wurden und anderem Krampfanfälle, Koordinationsstörungen, Nervenlähmungen, Meningitis und Enzephalitis gemeldet.

Die Datenbank des Arznei-telegramms veröffentlichte bis zum April 2010 insgesamt 509 Berichte zu Nebenwirkungen jeglicher Art nach FSME-Impfungen, darunter zahlreiche neurologische und auch lebensbedrohliche Reaktionen.

Bei den Beurteilungen der FSME-Situation in Deutschland durch das Robert-Koch-Institut wird mit keinem Wort auf die Nebenwirkungen der Impfung eingegangen (z.B. EB 2009).

 

Lokal- und Allgemeinreaktionen

32 Prozent der mit ENCEPUR geimpften Kinder reagieren mit Schmerzen und Berührungsempfindlichkeit an der Impfstelle (AT 2002). Fieber tritt in den ersten Lebensjahren bei bis zu 23 Prozent, nach dem dritten Lebensjahr bei 7 Prozent auf (GFV). Bei hohem Fieber kann es gelegentlich auch zu einem Fieberkrampf kommen.

Weitere Nebenwirkungen sind Schmerzen oder Schwellung an der Impfstelle. Nicht selten treten Allgemeinsymptome auf wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Erbrechen,  Durchfall und Muskel- oder Gelenkschmerzen. Berichtet wurden auch schwere Kopfschmerzen mit Schwindel, Übelkeit oder Sehstörungen.

 

Allergische Reaktionen

Durch den Gehalt der FSME-Impfstoffe an Aluminiumhydroxid und Antibiotika kann es zu allergischen Reaktionen wie Hautausschlag, Asthma oder allergischem Schock kommen. Hühnerei-Allergiker können auch auf das Hühnerprotein aus den Zellkulturen reagieren und sollten nur unter sorgfältiger Überwachung und Möglichkeit der Schockbekämpfung geimpft werden.

Nach ENCEPUR wurden Reaktionen bis hin zum Blutdruckabfall beobachtet (AT 2002); die Herstellerfirma empfiehlt eine Nachbeobachtungszeit von einer Stunde.

Grundsätzlich ist bei allergischen Kindern jedoch eine besonders gründliche Kosten-Nutzen-Analyse zu fordern, vor allem im Hinblick auf das begrenzte Verbreitungsgebiet des FSME-Virus und den in der Regel leichteren Verlauf einer FSME-Virusinfektion im Kindesalter“ (Knuf 2004).

 

Autoimmunerkrankungen

FSME-Impfstoffe wurden bereits in der Vergangenheit verdächtigt, Schübe von Autoimmunerkrankungen auszulösen (AT 1995, 3). Beim „Netzwerk gegenseitiger Information“ des Arznei-telegramms gingen in den letzten Jahren Berichte ein über Blutgefäßentzündungen (Vaskulitis), Gelenksentzündungen, rheumatische Systemerkrankungen, Ödeme, Zuckerkrankheit, Herzmuskelentzündungen, Entzündungen der Iris und zahlreichen weiteren Autoimmun-Krankheiten.

 

Neurologische Komplikationen

Neurologische Nebenwirkungen nach FSME-Impfungen sind nicht ungewöhnlich. Schweizer Autoren fanden bei einer Recherche 11 schwere neurologische Folgeerkrankungen und geben den Rat, die Impfung auf Hochrisiko-Gruppen zu beschränken (Goerre 1993).

Aus dem Netzwerk gegenseitiger Information“ des Arznei-telegramms gehen Meldungen hervor zu Sehstörungen, Augenmuskel- und Sehnervenlähmungen, Gefühlsstörungen, Gangstörungen, aufsteigenden Lähmungen (Guillain-Barré-Syndrom), Krampfanfällen, Enzephalitis und Psychosen. Des Weiteren wurden 14 Fälle von Multipler Sklerose nach FSME-Impfungen gemeldet.

Dem Paul-Ehrlich-Institut wurden 2001 – 2006 zahlreiche neurologische Impfkomplikationen gemeldet, darunter 16 bleibende Schäden und mindestens 80 Zustände, die bis zum Zeitpunkt der Meldung „nicht wiederhergestellt“ waren. Allein in den Jahren 2004 und 2005 erachtete auch das Institut selber 20 Nervenentzündungen als gesicherte, wahrscheinliche oder mögliche Impffolge (Keller-Stanislawski 2006).

Die absolute Zahl und damit das zu berechnende echte Risiko solcher Störwirkungen sind unbekannt.

Im Beipackzettel von ENCEPUR ist zu lesen: „In Einzelfällen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems, aufsteigende Lähmung bis zur Atemlähmung (Guillain-Barré-Syndrom). Nach heutigem Kenntnisstand kann nicht sicher ausgeschlossen werden, dass es bei Vorliegen einer Autoimmunerkrankung (z.B. Multiple Sklerose oder Lupus erythematodes) oder bei einer entsprechenden genetischen Disposition in seltenen Fällen nach der Impfung zu einem Schub der Erkrankung kommen kann“.

Bei FSME-Immun liest sich die entsprechende Passage so: „Sehr selten Nervenentzündungen unterschiedlichen Schweregrades... in seltenen Fällen entzündliche Reaktion des Gehirns. Wie bei jeder Stimulation des Immunsystems ungünstige Beeinflussung einer Autoimmunerkrankung wie z.B. Multiple Sklerose oder Iridozyklitis möglich“.

 

Todesfälle

Dem Paul-Ehrlich-Institut wurden 2001 – 2010 zehn Todesfälle nach FSME-Impfung gemeldet – fünf nach FSME-Immun und drei nach Encepur -, verursacht durch Enzephalitis, Guillain-Barré-Syndrom, Herzmuskelentzündung und Bluterkrankungen.

Dem Arznei-telegramm wurden zwei Todesfälle gemeldet: Ein Todesfall nach der Impfung mit ENCEPUR wurde laut Obduktionsergebnis auf eine möglicherweise impfbedingte Herzmuskelentzündung zurückgeführt. Ein weiterer Todesfall ereignete sich durch Selbstmord nach der zweiten Impfung mit FSME-Immun; nach der ersten Impfung war es zum Auftreten von Depressionen gekommen.

 

Beurteilung

  • FSME kommt nach wie vor nur in bestimmten geographischen Gebieten vor (»Naturherde«). Auch in Risikogebieten führt ein Zeckenstich nur in seltensten Fällen zu einer schweren FSME-Erkrankung mit bleibenden Schäden oder gar tödlichem Ausgang. Durch die Neudefinition von Risikogebieten wurde die Impfindikation jedoch erheblich ausgeweitet.

  • Die Zahl der bekannt gewordenen FSME-Erkrankungen lag in den letzten Jahren - mit Ausnahme der Jahre 2005 und 2006 - gleichbleibend unter 300.

  • Die Nebenwirkungen der FSME-Impfung werden bei der öffentlichen Impfempfehlung völlig ausgeblendet. Die Impfung kann in seltenen Fällen schwere allergische, autoimmune und neurologische Nebenwirkungen zur Folge haben.

  • Verlässliche Risikoberechnungen für Impfschäden durch die FSME-Impfung im Vergleich zu Folgeschäden durch FSME-Erkrankungen fehlen.

  • Die Impfung ist für erwachsene Bewohner von Hochrisikogebieten zu erwägen, ebenso für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen (z.B. Gärtner, Förster, Waldarbeiter, Landwirte) und ältere Erwachsene in den übrigen Gebieten mit FSME-Vorkommen.

  • Für Urlauber in FSME-Gebieten dürfte die Impfung zu riskant sein.

  • Bei Kindern unter zwölf Jahren ist die Impfung überflüssig, da ihr Risiko für eine FSME-Erkrankung mit Folgeschäden nahe bei Null und damit sicher unter dem Impfrisiko liegt.

  • Ein schnellstmöglicher Schutz wird erzielt durch zwei Impfungen im Abstand von 14 Tagen. Schützende Antikörper sind zwei Wochen nach der zweiten Impfung nachzuweisen. Eine dritte Impfung nach einem Jahr verlängert den Impfschutz um mindestens zwei Jahre.

  • Encepur enthält dreimal soviel Aluminiumhydroxid wie FSME Immun
  • Auffrischungsimpfungen sind bei Personen über 50 Jahre alle drei Jahre zu empfehlen, bei unter 50jährigen höchstens alle 5 Jahre.


Literatur

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