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Die Massenflucht, die wir gerade erleben, wird nicht so schnell abebben. Sie ist der Beginn oder „Vorbote einer neuzeitlichen Völkerwanderung“ (Peter Vonnahme 2015).

Die Flüchtlinge sind mehrheitliche junge Leute, die stark genug waren, die schweren und riskanten Bedingungen einer langen Flucht auf sich zu nehmen. Bei der Ankunft hier in Deutschland sind sie zwar körperlich geschwächt, leiden aber nur sehr selten unter ansteckenden Krankheiten. Gleich nach Ankunft werden sie auf Erkrankungen wie Tuberkulose, HIV, Hepatitis B oder Darminfektionen untersucht und gegebenenfalls behandelt. Ihr größtes gesundheitliches Problem sind die psychischen Verletzungen durch Krieg und Flucht.

Von Flüchtlingen geht daher kein gesundheitliches Risiko aus (s.a. RKI). Es ist bisher kein Fall der Übertragung etwa von Kinderlähmung oder Diphtherie vorgekommen. Eher werden die Migranten durch ansteckende Krankheiten bei uns gefährdet, z.B. durch Masern oder Windpocken, die bei Erwachsenen mit Komplikationen einhergehen können. Wer mit Flüchtlingen arbeitet, sollte daher gegen solche Krankheiten immun sein.