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Die "Stiftung Männergesundheit" fordert in einer Petition an den Deutschen Bundestag vom 02.02.2016 nachdrücklich, die HPV-Impfung auch für Jungen zu empfehlen und mit öffentlichen Mitteln zu finanzieren.

Nachdem die HPV-Impfung schon für Mädchen in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik geriet (und die Impfquoten nicht mehr steigerbar scheinen) verwundert diese Forderung nur auf den ersten Blick: nach Auskunft der Geschäftsführerin des stiftungseigenen Fördervereines, Davida Drescher, finanziert sich die Stiftung zu weit über 90 Prozent durch Zuwendungen der Industrie, weit mehr als zehn Prozent der Stiftungsmittel stammen ausdrücklich von pharmazeutischen Unternehmen (Drescher 2015), die auch im Vorstand des entsprechenden Fördervereins prominent vertreten sind (Stiftung Männergesundheit 2015) ...

Cui bono?

 

Quellen

Drescher, Davida. Persönliche Mitteilung vom 17.02.2016

Stiftung Männergesundheit 2015. Petitionstext (Abruf 18.02.2016)

Stiftung Männergesundheit 2015. Förderverein (Abruf 18.02.2016)