Wenn auch die STIKO in ihren Veröffentlichungen (und vor allem einzelne STIKO-Mitglieder in ihren jeweiligen, nicht selten industriefinanzierten öffentlichen Auftritten...) gerne den Eindruck erwecken, der impfologische Stein der Weisen wäre mit der jeweiligen Empfehlung gefunden und diese wäre (zumindest bis zu nächsten...) ehern in Stein gemeißelt, belehrt schon der Blick über den Tellerrand der deutschen Grenzen hinaus eines Besseren.

So ist die in Deutschland mit hohem Druck und viel Angst propagierte Impfung gegen Hepatitis B ("in JEDER Körperflüssigkeit"... "die vielen Bissverletzungen in der Krippe"... "die vielen Fixerbestecke auf dem Spielplatz"...) keinesfalls in allen vergleichbaren Ländern der EU allgemein empfohlen, von den Impfungen gegen Meningokokken B und C, Windpocken oder Rotaviren ganz zu schweigen.... es gibt also beim Thema Impfen durchaus von staatlichen Behörden ernst genommene Fachleute, die - in anderen Ländern als Deutschland - zu durchaus differenzierteren Ergebnissen und Empfehlungen kommen.

Keine andere Impfkomission eines vergleichbaren europäischen Landes empfiehlt so viele Impfungen so früh wie die STIKO - lediglich der österreichische Oberste Santitätsrat empfiehlt wie die STIKO bis auf die Meningokokken B-Impfung alle sonst aufgeführten, allerdings mit einem wesentlichen Unterschied:

die Grundimmunisierung mit der 5-fach- oder 6-fach-Impfung beginnt in Österreich später und besteht im Gegensatz zur deutschen viermaligen Impfung nur aus dreien, was die entsprechende Impfbelastung in den ersten 2 Lebensjahren (damit aber eben auch den Umsatz der Impfstoffhersteller...) um 25% reduziert - bei nachgewiesen gleicher Schutzwirkung (Wiedermann 2009) ... honi soit qui mal y pense...

Eine entsprechende Übersicht der Impfempfehlungen für die ersten 24 Lebensmonate können Sie hier herunterladen.

 

Literatur

Wiedermann U. Monatsschr Kinderheilkd 2009. 157:743-750. DOI 10.1007/s00112-009-1974-1